Kooperation zur Verbesserung des ökologischen Zustandes des Hiddeser Bentes
Im Jahr 2011 werden der Landesverband Lippe, der Kreis Lippe und die Biologische Station Lippe ein Maßnahmepaket umsetzen, um den ökologischen Zustand des Moores zu verbessern. Hierzu gehören
- die Entnahme von nicht heimischen Baumarten in den umgebenden Moorwäldern,
- Staumaßnahmen zur Verringerung der Moorentwässerung
- und natürlich die Freistellung des eigentlichen Moorkörpers.
Die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe wird die forstlichen Maßnahmen durchführen. Die Finanzierung der Vernässungsmaßnahmen erfolgt mit Fördergeldern für den Naturschutz über den Kreis Lippe und die Bezirksregierung.
Wir danken Herr Forstamtsrat Klaus Rafael (Landesverband Lippe) und Herrn Jens Omilian (Untere Landschaftsbehörde des Kreis Lippe ) für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Pflegeeinsatz im Moor
An einem kalten Samstag im Januar unterstützte die Jugendgruppe der freiwilligen Feuerwehr Hiddesen die Biologische Station bei der Freistellung des Hiddeser Bentes. In den letzten Jahren dringen zunehmend Gehölze in die offenen Moorbereiche des letzten lebenden Hochmoores in Ostwestfalen vor. Diese Gehölze entziehen dem Moor Wasser und filtern Nährstoffe aus der Luft, die sich im Boden anreichern. Gerade die hohe Wassersättigung und die Nährstoffarmut gehören jedoch zu den wichtigsten Eckpfeilern des bedrohten Lebensraumes Hochmoor.
Da auf den sensiblen Moorböden der Einsatz von Maschinen nicht möglich ist, freuen wir uns, dass uns die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Hiddesen bei der Zurückdrängung des Gehölzaufwuchses unterstützt hat. Viele helfende Hände trugen durch Herausreißen und Abschneiden der jungen Bäumchen dazu bei, dass die zentralen Moorbereiche wieder schonend freigestellt werden können. Die Biologische Station Lippe wird in den kommenden Wochen die Maßnahmen weiter fortführen.
Verbesserung des Wasserhaushaltes
Der trockene Herbst 2011 bot ideale Bedingungen für Arbeiten am Moor. So konnte am 29.11. die Firma Uphoff mit schwerem Gerät anrücken. Über einen sandigen Geländerücken erreichte der wendige Bagger ohne größere Bodenverletzungen den Maßnahmebereich. Ziel war, durch den Verschluss einer Geländerinne, die Stauhöhe im Moorkörper um etwa 20-30 cm anzuheben und so die entwässernde Wirkung in dem im Randbereich nach Südwesten abfallenden Moor zu verringern.
Durch den Einbau von zwei Holzspundwänden mit dazwischenliegendem Erdwall wurde eine alte, weiter bachabwärts liegende, inzwischen marode Staueinrichtung ersetzt. Da parallel eine weitere Entwässerungsrinne verschlossen wurde, hoffen wir so, trotz der immer geringeren Regenfälle in den Sommermonaten, die für Hochmoore wichtigen Standortbedingungen - in erster Linie Nährstoffarmut und hohe Wassersättigung - im Hiddeser Bent langfristig erhalten zu können.
Förderung durch die Adolf-Deppe Stiftung
Wir danken der Adolf-Deppe-Stiftung für ihre großzügige finanzielle Unterstützung, ohne die die Durchführung dieser aufwändigen Maßnahme nicht möglich gewesen wäre. Hierbei ist die Flexibilität der Stiftung besonders zu loben, die es uns ermöglichte während der Baumaßnahme notwendig gewordene Veränderungen durchzuführen.
Und es geht weiter....
Wir freuen uns, dass uns auch im Jahr 2012 die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Hiddesen bei der weiteren Freistellung des Moores unterstützen wird.
Dank der guten Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen, besteht Hoffnung, die wertvollen Lebensräume des Hiddeser Bentes langfristig erhalten zu können. Insbesondere dem Landesverband Lippe als Eigentümer der Flächen, sei für die Bereitschaft das Maßnahmekonzept mitzutragen, herzlich gedankt.











