Art des Monats November
Der Dunkle Hallimasch
Art: Dunkler Hallimasch (Armillaria ostoyae)
Gattung: Hallimasche (Armillaria)
Familie: Physalacriaceae
Allgemeines
Er ist einer der bekanntesten Pilze unserer Wälder, nützlich als Zersetzer abgestorbener Bäume, aber im Forst auch gefürchtet als Schadpilz an lebenden Gehölzen.
Seine Fruchtkörper erscheinen im Spätsommer und Herbst meist in großen Büscheln an Stubben, Wurzeln und totem Holz von Nadel- und Laubbäumen. Die Hüte sind honig- bis dunkelbraun gefärbt, fein schuppig und werden bis zu 15 cm breit. Im Dunkeln zeigt sich ein faszinierendes Phänomen, das Myzel des Pilzes leuchtet schwach grünlich – ein Beispiel für Biolumineszenz in heimischen Wäldern, im Volksmund als „Fuchsfeuer“ bekannt.
Der Dunkle Hallimasch lebt zunächst vom Abbau toter organischer Substanz. Unter bestimmten Bedingungen befällt er jedoch geschwächte oder verletzte Bäume und wird zum Parasiten.
Trotz seiner zerstörerischen Wirkung spielt der Hallimasch eine zentrale Rolle im Stoffkreislauf des Waldes. Er beschleunigt die Zersetzung von Holz, setzt Nährstoffe frei und schafft so Platz für neues Leben. In gesunden Wäldern trägt er damit wesentlich zur ökologischen Dynamik bei.
Der Dunkle Hallimasch ist in fast ganz Europa verbreitet und bevorzugt feuchte, schattige Standorte mit ausreichend Totholz. Er gehört zu den langlebigsten Organismen der Erde – in Nordamerika wurde ein genetisch identischer Hallimasch-Klon entdeckt, der sich über mehrere Quadratkilometer ausdehnt und schätzungsweise über 2000 Jahre alt ist.
