Art des Monats April
Der Feuersalamander
Art: Feuersalamander (Salamandra salamandra)
Gattung: Salamandra
Familie: Salamander (Salamandridae)
Allgemeines
Der Feuersalamander ist der größte einheimische Schwanzlurch und in weiten Teilen Mittel- und Westeuropas verbreitet. Besonders charakteristisch ist seine schwarz-gelbe Färbung, deren Muster bei jedem Tier individuell ausgeprägt ist – ähnlich wie ein Fingerabdruck. Diese auffällige Warnfärbung signalisiert möglichen Fressfeinden, dass die Tiere giftige Hautsekrete besitzen. Feuersalamander erreichen eine Länge von etwa 14 bis 20 cm und können ein vergleichsweise hohes Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Typische Lebensräume sind feuchte Laub- und Mischwälder mit kleinen Bächen oder Quellbereichen. Eine hohe Luft- und Bodenfeuchtigkeit ist für die Tiere besonders wichtig, da ihre Haut empfindlich gegenüber Austrocknung ist. Tagsüber verstecken sie sich in Erdlöchern, unter Steinen, Totholz oder Laub. Der Feuersalamander ist überwiegend nachtaktiv, kann aber bei feuchtem und regnerischem Wetter auch tagsüber beobachtet werden. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Regenwürmern, Schnecken und Insekten. Die Fortpflanzung unterscheidet sich von vielen anderen Amphibien: Die Paarung findet an Land statt, und die Larven entwickeln sich zunächst im Körper des Weibchens. Anschließend werden sie in kleine, möglichst ruhige Gewässer wie Bäche oder Tümpel abgelegt. Dort entwickeln sie sich innerhalb von etwa 1,5 bis 4 Monaten zu jungen Salamandern.
Feuersalamander überwintern an Land in frostgeschützten Verstecken.
Der Feuersalamander ist in Deutschland gesetzlich besonders geschützt und darf weder gefangen noch verletzt werden. In den letzten Jahren ist die Art dennoch zunehmend bedroht. Hauptursache ist ein eingeschleppter Hautpilz („Bsal“), der für die Tiere meist tödlich verläuft und sich in Europa ausbreitet. Auch Veränderungen der Lebensräume, Gewässerverunreinigungen und menschliche Eingriffe stellen Gefahren dar. Trotz regional stabiler Bestände gilt der Schutz dieser auffälligen Amphibienart als besonders wichtig, da sie empfindlich auf Umweltveränderungen reagiert und ein wichtiger Bestandteil naturnaher Waldökosysteme ist. Hier erfahrt ihr noch mehr über die Pilzkrankheit “Bsal”.


