Art des Monats Juni

Der Hirschkäfer

Art:                    Hirschkäfer (Lucanus cervus)

Gattung:           Hirschkäfer (Lucanus) 

Familie:             Schröter (Lucanidae)

Allgemeines

Der Hirschkäfer ist der größte natürlich vorkommende Käfer. Besonders auffällig sind die stark vergrößerten Oberkiefer der Männchen, die an ein Hirschgeweih erinnern und der Art ihren Namen gegeben haben.

Der Käfer besiedelt vor allem lichte Laubwälder, Waldränder, Parks und alte Streuobstwiesen. Voraussetzung für sein Vorkommen sind alte Bäume und abgestorbenes unterirdisches Holz. Besonders Eichen spielen für die Entwicklung der Art eine wichtige Rolle.

Die erwachsenen Käfer sind vor allem in den Abendstunden von Mai bis August aktiv. Mit ihren großen „Geweihen“ tragen sie Rivalenkämpfe aus, bei denen sie versuchen, Konkurrenten von Ästen oder Baumstämmen zu stoßen. Für Menschen sind die Tiere jedoch ungefährlich!

Die Nahrung der ausgewachsenen Hirschkäfer besteht hauptsächlich aus austretenden Baumsäften und gärenden Pflanzensäften. Die Larven hingegen ernähren sich von morschem Holz im Boden. Dort verbringen sie den größten Teil ihres Lebens und entwickeln sich über mehrere Jahre hinweg.

Nach einer Entwicklungszeit von meist vier bis sechs Jahren verpuppen sich die Larven in einer selbst angelegten Erdkammer. Die fertigen Käfer schlüpfen bereits im Herbst, verbleiben jedoch bis zum folgenden Frühjahr im Boden. Die eigentliche Lebenszeit der erwachsenen Tiere beträgt oft nur wenige Wochen.

Mit der Intensivierung der Forstwirtschaft und dem Rückgang lichter, totholzreicher Eichenwälder ist der Hirschkäfer vielerorts selten geworden und gilt bundesweit als stark gefährdet. Da seine Entwicklung eng an alte Baumbestände gebunden ist, gilt der Hirschkäfer als wichtiger Indikator für naturnahe und strukturreiche Lebensräume.den.

 

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