Ein Nachweis des Nachtkerzenschwärmers in Blomberg

Die Flecken sollen vermutlich Augen immitieren und Feinde abschrecken | Foto: H. Sonnenburg

Der Erstnachweis des Nachtkerzenschwärmers seit zwölf Jahren gelang durch den Fund der imposanten Raupe. Familie Klein aus Wöhren fand sie zufällig in ihrem Garten. Damit ist nicht nur gesichert, dass zumindest ein Nachtkerzenschwärmer hier Eier abgelegt sondern auch dass sich die Art hier erfolgreich entwickelt hat. Sieht man „nur“ den ausgewachsenen Falter, kann man sich aufgrund seiner enormen Flugfähigkeit nie sicher sein, ob er unser Gebiet nicht nur durchflogen hat.

Wie der Name verrät, ernährt sich die Raupe von Nachtkerzengewächsen, zu denen auch die Weidenröschen gehören, von denen etliche Arten bei uns vorkommen. Die Beobachtung zeigt auch, wie wichtig es für unsere Insektenwelt ist, wenn im Garten auch Wildpflanzen ihren Platz finden.

In den wärmegetönteren Nachbargebieten wie dem Weser- und Diemeltal sind schon seit einiger Zeit wieder Vorkommen des Nachtkerzenschwärmers bekannt. Möglicherweise breitet sich die wärmeliebende Art im Zuge des Klimawandels aus. Derzeit wird sie im Weserbergland noch als stark gefährdete Art auf der Roten Liste geführt.

Der letzte Nachweis aus Lippe stammt vom Biesterberg bei Lemgo.